Die Nieuwe Kerk in Delft
In der Nieuwe Kerk in Delft haben nahezu alle verstorbenen Mitglieder des Hauses Oranien-Nassau ihre letzte Ruhestätte gefunden. Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Kirche ist das Grabmal Wilhelms von Oranien. Außerdem befinden sich hier die Grabstätte des großen niederländischen Rechtsgelehrten und Staatsmanns Hugo Grotius, der als Begründer des Völkerrechts gilt, und Denkmäler für weitere hier beigesetzte Mitglieder des Hauses Oranien.
Der Bau der Nieuwe Kerk begann im Jahre 1381. Zunächst wurde nur eine Behelfskirche aus Holz errichtet. Erst drei Jahre später wurde der Grundstein zu der eigentlichen, 100 Meter langen gotischen Kirche gelegt, die 1430 fertig gestellt wurde. Der Name des Baumeisters ist nicht überliefert. 1396 begann man mit dem Bau des 109 Meter hohen Turms, der genau einhundert Jahre später vollendet wurde. Die ursprünglichen Glasmalereifenster wurden im 16. und 17. Jahrhundert zerstört. Die sechzehn Fenster, die heute den Chor und das Querschiff zieren, stammen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die Orgel aus dem Jahr 1839.
Ursprünglich handelte es sich bei der Nieuwe Kerk um eine katholische Kirche, doch seit 1572 wird sie von der Reformierten Kirche als Gotteshaus genutzt.