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Grabmal Wilhelms von Oranien

Das prunkvolle Grabmal Wilhelms von Oranien, des Stammvaters des Hauses Oranien-Nassau, entstand zwischen 1614 und 1622 im Auftrag der Generalstaaten. Der Prinz, der den Aufstand der Republik der Vereinigten Niederlande gegen den spanischen König anführte, wurde am 10. Juli 1584 in Delft ermordet. Eine Beisetzung des „Vaters des Vaterlandes“ im Familiengrab der Oranier in Breda war nicht möglich, da die Stadt von den Spaniern besetzt war. So wurde er in der Nieuwe Kerk in Delft bestattet, die seitdem letzte Ruhestätte fast aller Mitglieder des Hauses Oranien-Nassau ist.

Geschaffen hat das Grabmal Hendrick de Keyser, ein schon zu Lebzeiten international berühmter Bildhauer und Architekt. Man scheute weder Kosten noch Mühen, um Wilhelm von Oranien eine würdige Ruhestätte zu errichten. So wurden unter anderem weißer und – zum Teil goldgeäderter – schwarzer Marmor verwendet.

Ende der 1990er-Jahre musste das Grabmal von Grund auf restauriert werden, da der Marmor durch Versalzung zu zerfallen drohte. Die Arbeiten dauerten vier Jahre. Dabei wurden die einzelnen Marmorteile mithilfe eines speziellen Spülverfahrens gereinigt und, soweit erforderlich, instand gesetzt. Auch die Bronzeskulpturen wurden bei dieser Gelegenheit restauriert. Im April 2001 wurde das rundum erneuerte Grabmal in Anwesenheit von Königin Beatrix der Öffentlichkeit präsentiert.